Georg Eisenreich steht an diesem Tag so stark im öffentlichen Interesse wie selten zuvor: Die Suchanfragen zu seiner Person sind rund 23-mal so hoch wie sonst, mit knapp 4.600 Abrufen und einem Platz unter den zehn meistgesuchten Politikern in Deutschland. Parallel dazu taucht sein Name binnen 24 Stunden in rund 30 Presseberichten auf – ein Vielfaches der üblichen Aufmerksamkeit für den bayerischen CSU-Politiker.

Der Auslöser für diese Welle an Interesse ist sehr wahrscheinlich sein angekündigter Rücktritt als bayerischer Justizminister und sein damit verbundener Rückzug aus der Politik. In zahlreichen Berichten von regionalen und überregionalen Medien wurde das Ereignis am Donnerstag aufgegriffen – von der Pressekonferenz in München über Meldungen zu seinem geplanten Abschied Ende September bis hin zu der Nachricht, dass Eisenreich perspektivisch wieder als Anwalt arbeiten will.
Bemerkenswert ist, wie schnell ein einzelner überraschender Schritt im Kabinett die Aufmerksamkeit für einen sonst eher im Hintergrund agierenden Landesminister nach oben katapultiert. Innerhalb eines Tages wird aus einem routinierten Ressortchef eine der meistgesuchten politischen Figuren des Landes – ein öffentliches Interesse, das mehr als ein Vielfaches über dem liegt, was Eisenreich sonst auf sich zieht.