Stephan Weil ist binnen 24 Stunden von praktisch keiner Erwähnung auf 76 Presse-Nennungen gesprungen. Der Ausschlag kommt aus der Kommunalwahl in Niedersachsen, in deren Berichterstattung sein Name erneut stark auftaucht.

Wahrscheinlich steckt dahinter die erste landesweite Wahl seit dem Regierungswechsel in Hannover: die Kommunalwahlen in Niedersachsen, die unter Ministerpräsident Olaf Lies als politische Standortbestimmung gelesen werden. Weil bleibt dabei als Vorgänger im Mittelpunkt des Rückblicks, weil die Berichte die Wahl ausdrücklich in die Zeit nach seinem Abschied einordnen.
Bemerkenswert ist vor allem das Tempo: Das öffentliche Interesse an ihm liegt rund 76-mal so hoch wie am Tag davor, obwohl sein Name in den Schlagzeilen selbst gar nicht auftaucht. Die Welle verteilt sich auf viele verschiedene Beiträge und zeigt, wie stark ein einzelnes politisches Ereignis eine Person auch dann wieder ins Zentrum rücken kann, wenn sie selbst nicht mehr im Amt ist.